24. Tag des Trabi

Alles wunderbar in Ascheberg – der 24. Tag des Tra

Der erste Samstag des Monats August ist traditionell der „Tag des Trabi“ in Ascheberg. Rund um diesen Tag trafen sich vom 1. bis 3. August 2014 auf der Wiese des Bauernhofes des Sozialwerkes St. Georg wie seit Jahren alles das, was auf den Straßen des Ostens unterwegs war – vom Mifa Fahrrad über Simson Mopeds und Trabant (natürlich) bis hin zum Robur. Weil wir fleißig die Werbetrommel gerührt haben und auch die sozialen Kanäle nicht vernachlässigt haben, fanden fast 200 Fahrzeuge den Weg ins schöne Ascheberg.

Allerdings hatten wir im Vorfeld einige Sorgen: sorgte doch ein starkes Unwetter mit Starkregen und über 150 l/m² nur 4 Tage vorher für einen sehr nassen Platz. Auch mussten wir noch kurzfristig einen Toilettenwagen besorgen, weil uns die Toiletten des Bauernhofes nicht zur Verfügung standen.

Ein Toilettenwagen fand sich und die ab Mittwoch durchgängig scheinende Sonne ließ die Wiese leidlich abtrocknen.

Donnerstags ging es dann ab dem frühen Nachmittag für uns los: Campingbegrenzungen anbringen, Vereinszelt aufbauen und auch schon erste Zelte und Wohnwagen aufstellen. Als Lohn wurde dann wie immer im Vereinskreis gegrillt und gemütlich zusammengesessen. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Freitag trafen auch schon die ersten Gäste ein und weitere Fahrzeuge folgten, so dass wir 66 Fahrzeuge samt ihrer Insassen als Camper in der ersten Nacht begrüßen durften.

So ging es am eigentlichen „Tag des Trabi“ am Samstag natürlich weiter: Ein IFA-Fahrzeug nach dem anderen traf auf der Wiese in der Ascheberger Osterbauerschaft ein. Als wir dann um 17.00 Uhr die Kasse schlossen hatten wir dann fast 200 Ostmobile auf dem Platz! Interessant ist, dass die Zahl der teilnehmenden Zweiräder von Jahr zu Jahr steigt.

Wie jedes Jahr gab es auch Programm. So hatten wir einige professionelle und private Händler auf dem Platz, die Firma König kümmerte sich um diverse verstellte Zündanlagen.

Die Kinder konnten sich auf der von Peter Nawraths Firma Autoland spendierten Hüpfburg austoben und wem es zu heiß wurde, der konnte sich unter Geros Gartendusche in einer selbst gebastelten Kabine eiskalt abbrausen.

Ganz klar, es gab auch wieder unsere „Sputnikiade“, bei der Groß und Klein sich bei Spielen messen konnten. Beim „Klammeraffen“ galt es, die Anzahl der Verkleidungsklammern in einem Glas zu schätzen. Die Kategorie „Ersatzrad holen“ trennte die Spreu vom Weizen beim Slalomrollen eines prall gefüllten Diagonalreifens auf Zeit. Außerdem mussten beim „Herrn der Ringe“ Lampenringe auf einen Pfahl geworfen werden und das „Nullmaß“ von 71,98 mm auf einer Gewindestange eingestellt werden. Weiterhin mussten noch an einem Trabimotor Zündkerzen auf Zeit getauscht werden und beim „Kanisterstemmen“ gefüllte Benzinkanister möglichst lange am ausgestreckten Arm gehalten werden.

Partyservice Rehr aus Ascheberg sorgte mit einer „Trabi-Speisekarte“ und guter Imbissverpflegung samt Getränken und deftigem Frühstück zu zivilen Preisen für satte und zufriedene Teilnehmer und Besucher.

Natürlich gab es auch wieder den Teilestand der Sputniks, bei dem wir 10% der Einnahmen an den Bauernhof des Sozialwerks St. Georg spendeten. Dieses Geld und die Spenden der Teilnehmer gehen zusammen mit der Platzmietenspende an den Bauernhof des Sozialwerkes St. Georg, der mit diesem Geld Dinge anschafft, die unser Staat für unsere behinderten Mitmenschen nicht vorsieht.

Im letzten Jahr wurden von Eurer und unserer Spende z.B. spezielle Gartenmöbel angeschafft, die jeder im Sinnesgarten des Bauernhofes begutachten konnte (im Übrigen sehr bequem).

Wie in den Vorjahren ging eine unabhängige Jury, die sich aus Gästen zusammensetzte, über das Gelände und wählte die ihrer Meinung nach schönsten Fahrzeuge aus. Um keine Zweifel an unserer Neutralität zu nähren, waren, wie sonst auch, keine Sputniks in der Jury tätig und auch unsere Fahrzeuge nicht in der Bewertung.

Als die Preisverleihung beendet war, verließen die Tagesgäste nach und nach den Platz und die Camper waren wieder unter sich. Nach geselliger Runde am Essenstand und unter Pavillons und Vorzelten, zogen sich alle zu einer kurzen Nacht in die Schlafsäcke zurück.

Der Sonntagmorgen brachte dann bei strahlendem Sonnenschein die Aufbruchstimmung. Wer sich etwas Zeit ließ, konnte Zelte, Vorzelte und Klappis trocken einpacken. Nachdem der letzte Teilnehmer den Platz verlassen hatte, räumten wir dann ab und auf.

Hier dann noch ein Dankeschön an alle Teilnehmer:

Ihr habt den Platz supersauber hinterlassen, wir mussten fast nichts wegräumen, nur eine halbe 20-L-Tüte mit Papier, Kronkorken und Kippen fanden wir sowie zwei kaputte Campingstühle, die wir aber fachgerecht entsorgt haben.

Nun bleibt mir noch, mich bei allen Teilnehmern und Besuchern zu bedanken, auch den „24. Tag des Trabi“ – zum sechsten Mal in Ascheberg und zum vierten Mal auf dem Bauernhof St. Georg – zu einem Erfolg werden zu lassen.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei allen Sputniks, die emsig wie Ameisen im Vorfeld und auf dem Platz sowie beim Aufräumen für das Gelingen gesorgt haben.

Was bleibt ansonsten noch zu sagen? Wieder einmal ein gelungenes Wochenende mit tollem Treffenwetter, guter Stimmung und tollen Leuten auf einem schönen, ruhigen und familiären Campingtreffen ohne Bambule. So ist es, und genau so wird es bleiben.

Ich hoffe wir sehen uns im nächsten Jahr wieder wenn es heißt:

Die 25 ist voll!

und zwar vom

31. Juli bis 02. August 2015.

für den Trabant-Club Sputnik e.V. Thomas Wentker